Louvain-la-Neuve Cyclotron, Forschungszyklotron an der Katholischen Universität in Louvain-la-Neuve, Belgien
Das Louvain-la-Neuve Zyklotron ist eine Forschungsanlage an der Katholischen Universität, untergebracht im De-Hemptinne-Gebäude mit charakteristischen Betonkonstruktionen im Brutalismus-Stil von Roger Bastin. Die Einrichtung kombiniert Laborbereiche, Kontrollräume und Maschinenräume, die zur Unterstützung der Teilchenbeschleunigungsforschung konzipiert sind.
Das Zyklotron wurde zwischen 1970 und 1972 erbaut und war das erste Gebäude, das nach der Verlegung der Universität von Leuven während der sprachlichen Separationskrise fertiggestellt wurde. Die Anlage markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Universität Louvain-la-Neuve und ihrer Rolle als modernes Forschungszentrum.
Das Zyklotron wurde von der Europäischen Physikalischen Gesellschaft als Gedenkstätte anerkannt und symbolisiert die wissenschaftliche Bedeutung der Universität für die Kernphysik. Die Anlage ist Teil des täglichen Forschungslebens und zeigt, wie wichtig diese Einrichtung für die lokale akademische Gemeinschaft bleibt.
Die Anlage ist über die Ausfahrt 8a der Autobahn E411 oder eine zehnminütige Wanderung vom Bahnhof Louvain-la-Neuve Université erreichbar. Besucher sollten beachten, dass Zutritt in der Regel auf Gruppen mit vorheriger Anmeldung beschränkt ist und der Besuch fachkundige Begleitung erfordert.
Das Zyklotron wurde von Architekt Roger Bastin im brutalistischen Stil entworfen und ist ein Beispiel dafür, wie Wissenschaftsbauten und Kunstformen in der Architektur der 1970er Jahre verschmolzen. Der markante Betonbau zeigt den unverblümten, strukturellen Ästhetik einer Ära, die Funktionalität und künstlerischen Ausdruck gleichermaßen betonte.
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