Saint-Hubert Chapel, Religiöse Kapelle in Libois, Belgien.
Die Saint-Hubert-Kapelle in Libois ist ein Gotteshaus mit achteckiger Schieferspitze, einem einschiffigen Langhaus und einer Apsis aus Condroz-Kalkstein. Der Bau verbindet klassische Architekturformen mit regionalen Baumaterialien und wird heute als außergewöhnliches Kulturgut geschützt.
Der Bau begann 1772 und endete 1792, initiiert von Marie Zoude und unter Marguerite Raymond vollendet, den aufeinanderfolgenden Frauen von Philippe Jamar. Die Kapelle entstand also während einer Zeit des vermögenden lokalen Einflusses und dokumentiert die Ambitionen einer Familie über zwei Jahrzehnte.
Die Innenausstattung zeigt Arbeiten des Lütticher Bildhauers Guillaume Evrard, dessen polychrome Stuck- und Figurenwerke den Raum prägen. Diese Dekoration spiegelt den künstlerischen Geschmack des 18. Jahrhunderts wider und macht den Ort zu einem Beispiel lokaler Handwerkskunst.
Die Kapelle steht an der Ecke Rue le Long du Château und Rue du Charron in der Gemeinde Ohey, in der Nähe des Schlosses Barsy. Der Ort ist leicht zu finden und bietet Besuchern einen ruhigen Zugang zu diesem geschützten Bauwerk.
Das Gebäude erhielt 1977 den Status eines außergewöhnlichen Kulturguts der Wallonie, doch erst 2016 wurden die Innendekorationen in denselben Schutzstatus aufgenommen. Diese verspätete Anerkennung der künstlerischen Innenausstattung zeigt, wie lange es dauern kann, bis die vollständigen Verdienste eines Ortes gewürdigt werden.
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