Chapel of Blan T'chfau, Säulenschrein in Louvain-la-Neuve, Belgien.
Die Kapelle des Blan T'chfau erhebt sich als bescheidene Steinstruktur mit weiß verputzter Fassade, großer Nische aus Blaustein, die von schmiedeeisernem Gitterwerk geschützt wird, und einem Schieferdach, das von einem eisernen Kreuz gekrönt wird.
Um 1732 vom Bauern Martin Brion erbaut, unterhält diese Kapelle historische Verbindungen zur Schlacht von Waterloo von 1815 und verknüpft sich durch örtliche Legenden mit den napoleonischen Konflikten, die auf dem nahegelegenen Lauzelle-Plateau stattfanden.
Die Kapelle bildet seit 2000 das zentrale Element einer jährlichen Karnevalsfeier, bei der sich Kinder als weiße Stuten namens Blancs T'chfaus und napoleonische Soldaten namens Grognards verkleiden und die lokale wallonische Folkloretraditon am Leben erhalten.
In der Nähe des Lauzelle-Hofes in Louvain-la-Neuve gelegen, wurde die Kapelle 1997 restauriert und bleibt über Fußwege zugänglich, ausgestattet mit Informationstafeln, die ihre kulturelle Bedeutung für Besucher und Anwohner erklären.
Der Name Blan T'chfau bedeutet weißes Pferd im wallonischen Dialekt und stammt aus einer örtlichen Legende über ein armes Mädchen, das in eine weiße Stute verwandelt wurde und angeblich Napoleons Aufmerksamkeit während seiner Militärkampagnen erregte.
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