Mouhoun, Ganzjähriges Flusssystem in Westafrika
Der Mouhoun, auch als Black Volta bekannt, ist ein Fluss in Westafrika, der in Burkina Faso entspringt, durch Ghana fließt und auf einem Teil seines Laufs die natürliche Grenze zwischen beiden Ländern bildet. Er mündet schließlich mit dem White Volta zusammen und speist so den Volta-See.
Portugiesische Seefahrer nannten das gesamte Flusssystem im 15. Jahrhundert Volta, ein Begriff, der auf den gewundenen Verlauf des Gewässers hinweist. Der Name Black Volta entstand später, als europäische Kartografen begannen, die einzelnen Zuflüsse des Systems zu unterscheiden.
Entlang des Flusses leben Gemeinschaften, die seit Generationen vom Fischfang und von der Landwirtschaft abhängen und ihre Tätigkeiten an den jahreszeitlichen Wasserstand anpassen. Am Ufer sieht man noch heute Fischer mit traditionellen Netzen und Felder, die direkt an das Wasser grenzen.
Der Fluss ist zwischen Mai und Oktober am wasserreichsten, was Bootsfahrten und Angelausflüge in dieser Zeit einfacher macht. In der Trockenzeit sinkt der Wasserstand deutlich, sodass manche Uferbereiche schwerer zugänglich sind.
Wenn der Fluss im Regenzeit über seine Ufer tritt, entstehen saisonale Feuchtgebiete, die als Lebensraum für Flusspferde dienen und manchmal als Mare aux Hippos bezeichnet werden. Diese temporären Zonen verschwinden in der Trockenzeit fast vollständig und verwandeln sich in trockene Ebenen.
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