Musée de Gaoua, Ethnografisches Museum in Gaoua, Burkina Faso.
Das Musée de Gaoua ist eine ethnographische Sammlung mit etwa tausend Objekten aus der südwestlichen Region Burkina Fasos, darunter Keramik, Waffen und Gegenstände für rituelle Praktiken. Die Ausstellung verteilt sich auf vier Räume und zeigt diese Stücke zusammen mit historischen Fotografien.
Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahr 1920 und war ursprünglich Teil der französischen Kolonialverwaltung. Die Umwandlung in ein Museum fand 1990 statt, unterstützt durch internationale Zusammenarbeit mit französischen und UNESCO-Fachleuten.
Die Ausstellung zeigt, wie die Lobi ihre täglichen Aktivitäten, Zeremonien und Beziehungen zu ihren Ahnen durch handwerkliche Objekte und alte Fotografien dokumentiert haben. Man kann sehen, wie Handwerk, Glaubenspraktiken und Familie in dieser Gesellschaft miteinander verbunden sind.
Das Museum befindet sich auf einem Hügel in Gaoua, nicht weit vom Gouverneursbüro entfernt. Die Stadt liegt im Südwesten des Landes, relativ nah an den Grenzen zu Elfenbeinküste und Ghana, was die Anreise von außen erleichtern kann.
Eine besondere Ecke zeigt einen Altar für verstorbene Kriegsveteranen der Lobi, der dokumentiert, welche Opfer diese Gemeinschaft in bewaffneten Konflikten erbracht hat. Diese Gedenkstätte offenbart, wie eng der Glaube an Geister mit der Erinnerung an Verstorbene verwoben ist.
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