Neufundland, Insel im Nordatlantik, Kanada.
Neufundland ist eine Insel im Atlantik, die sich zwischen dem Sankt-Lorenz-Golf und dem offenen Ozean erstreckt und einen großen Teil der östlichen Küste Kanadas bildet. Ihre Küste wechselt zwischen felsigen Klippen, tiefen Fjorden, Sandstränden und kleinen Fischerdörfern, während das Innere aus offenen Mooren, niedrigen Bergen und weitläufigen Wäldern besteht.
Skandinavier gründeten um das Jahr 1000 eine Siedlung im Norden, die erste europäische Ansiedlung auf amerikanischem Boden. Später kamen Fischersleute aus England, Irland und Frankreich und bildeten über Jahrhunderte isolierte Küstengemeinden, bis die Insel 1949 Kanada beitrat.
An den Ufern hören Besucher noch immer Volkslieder, die aus den Schiffsmannschaften irischer und englischer Fischer stammen. In den Dörfern wird das Erzählen von Geschichten am Küchentisch oder in der Kneipe weitergegeben und gehört zum täglichen Leben.
Wer mit dem Flugzeug anreist, landet meist in der Hauptstadt im Osten, während eine Fähre von Nova Scotia eine langsamere Verbindung im Südwesten bietet. Die Entfernungen zwischen den Ortschaften sind groß, deshalb sollte man Fahrten vorausplanen und auf wechselndes Wetter vorbereitet sein.
Jeden Frühling ziehen Tausende von Eisbergen an der Küste vorbei, weil hier der warme Golfstrom auf den kalten Labradorstrom trifft. Manche bleiben für Wochen in flachen Buchten stehen und bilden eine wandernde Galerie aus uraltem arktischem Eis.
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