Biel/Bienne, Verwaltungsgemeinde im Kanton Bern, Schweiz
Biel/Bienne ist eine Gemeinde im Kanton Bern, die sich am Nordwestufer des Bielersees ausbreitet und dort eine Altstadt mit verwinkelten Gassen sowie weiter außen liegende Industrieviertel vereint. Der Ortskern liegt auf etwa 430 Metern Höhe, während sich die Wohngebiete an sanften Hängen hinaufziehen und bis an bewaldete Hügel grenzen.
Eine mittelalterliche Siedlung entstand hier im 11. Jahrhundert unter der Herrschaft des Bischofs von Basel, der die Stadtrechte im Jahr 1275 erteilte. Im 19. Jahrhundert ließen sich Uhrmacher aus dem Jura nieder, die den Ort zum Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie machten und die heutige Wirtschaftsstruktur prägten.
Die Zweisprachigkeit prägt den Alltag: Bewohner wechseln je nach Gesprächspartner zwischen Deutsch und Französisch, wobei viele Familien beide Sprachen zu Hause sprechen. Ladenschilder, Menükarten und Straßennamen erscheinen stets in beiden Sprachen nebeneinander, sodass Besucher die parallele Verwendung überall bemerken.
Der Hauptbahnhof liegt zentral und bietet Verbindungen zu allen größeren Schweizer Städten, während städtische Busse zu den Museen, Fabriken und der Seepromenade fahren. Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, und vom See aus führen Wege entlang des Ufers bis zu nahegelegenen Weinbergen.
Die Stadt beherbergt die zweitgrößte Sammlung von Bauhaus-Bauten außerhalb Deutschlands, darunter Wohnhäuser und Fabriken aus den 1920er und 1930er Jahren, die heute noch bewohnt und genutzt werden. Viele dieser Gebäude stehen entlang breiter Straßen im Westen der Stadt und zeigen klare Linien, flache Dächer sowie große Fensterflächen.
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