Piz Ela, Berggipfel in Graubünden, Schweiz
Piz Ela ist ein Berggipfel in den Albula-Alpen mit einer Höhe von 3.338,7 Metern und prägt die Bergkette dieser Region durch seine steilen Grate und felsigen Oberflächen. Der Berg bietet mehrere unterschiedliche Kletterrouten, die verschiedene Schwierigkeitsgrade und Anforderungen haben.
Der Piz Ela wurde am 17. Juli 1865 von Alex Flury, Peter Jenny und Georg Jenny erstbestiegen. Der Berg in den Albula-Alpen zwischen Bergün/Bravuogn und Savognin ist nach der Marmolata der zweithöchste Alpengipfel aus Dolomit und damit der höchste Dolomit-Gipfel der Schweizer Alpen. Die Ela-Hütte auf 2252 m im Val Spadlatscha dient als Stützpunkt für die Besteigung.
Der Name Ela stammt vom rätoromanischen Wort für Flügel, von lateinisch ala. Zweimal im Jahr scheint die Sonne durch das Ela-Loch, eine rund 2,5 m hohe Öffnung im Fels etwa 30 m unter dem Südostgrat, auf Bergün: zwischen dem 15. und 20. Oktober um 15–16 Uhr und zwischen dem 22. und 27. Februar um 14–15 Uhr. Am 10. August, dem Laurentiustag, fällt das Morgenlicht durch das Loch auf das Maiensäss Manziel auf Gebiet der ehemaligen Gemeinde Riom, deren Kirche dem heiligen Laurentius geweiht ist. Der Sage nach entstand das Loch, als der Teufel im Streit mit Eulenspiegel einen Stein warf und den Piz Ela traf.
Alle Anstiege sind mindestens mit ZS bewertet; die Normalroute über den Westgrat startet an der Ela-Hütte (2252 m) und dauert 4–5 Stunden. Der Südwestpfeiler ist mit S bewertet und dauert 6–7½ Stunden. Die Alpstrasse von Tinizong ins Val d'Err ist für den allgemeinen Motorfahrzeugverkehr gesperrt; im Sommer fährt dienstags und freitags ein Wanderbus von Savognin nach Pensa.
Rund 30 m unter dem Südostgrat, 160 m südöstlich des Gipfels auf etwa 3270 m, ist der Fels vom Ela-Loch (Fora digl Ela) durchbrochen, einer etwa 2,5 m hohen, 5 bis 6 m breiten und 3 m tiefen Öffnung. Zwischen dem 15. und 20. Oktober scheint um 15–16 Uhr die Sonne durch das Loch auf Bergün/Bravuogn; der Sage nach warf der Teufel im Streit mit Eulenspiegel einen Stein und traf den Piz Ela.
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