Zisterzienserabtei Magerau, Zisterzienserinnenkloster in Freiburg, Schweiz
Die Zisterzienserinnenabtei Magerau liegt an der Saane an der Grenze zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz. Ihre um 1284 geweihte Kirche folgt dem Vorbild der burgundischen Zisterzienserkirchen, besonders jener von Hauterive. Die Konventsgebäude wurden nach einem Brand von 1660 in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut.
Die Gründung geht auf den 3. Juli 1255 zurück, als der Pfarrer von Tafers der Schwester Rinchinza und weiteren Frauen erlaubte, nach der Regel des heiligen Benedikt zu leben. 1259 schenkte Graf Hartmann V. von Kiburg der Gemeinschaft das Land «Magere Au». 1261 wurde sie in den Zisterzienserorden aufgenommen und der Abtei Hauterive unterstellt.
Der Name Magerau geht auf das französische «Auge maigre» (schmale Au) zurück, das Graf Hartmann V. von Kiburg dem Gelände 1259 gab. Die Gemeinschaft ist zweisprachig und führt ein für alle offenes Gästehaus, eine Hostienbäckerei, einen Biogarten und einen Klosterladen, in dem ein Kräuterelixier namens Grünes Wasser verkauft wird.
Besucher können im Klostergasthaus übernachten oder die Werkstätten der Nonnen besuchen, um handwerkliche Produkte zu kaufen. Der Zugang zum Gelände ist tagsüber möglich, und es ist ratsam, respektvoll mit den Gebäuden und dem Tagesablauf der Gemeinschaft umzugehen.
Das wertvollste Kunstwerk der Abtei, eine fast lebensgrosse Holzfigur des toten Christus in einem bemalten, aufklappbaren Sarg, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Seit August 2009 steht im Kloster eine originalgetreue Kopie; das Original befindet sich im Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.
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