Gallia, Schaufelraddampfer auf dem Vierwaldstättersee, Schweiz
Die Gallia ist ein Salon-Schaufelraddampfer, den Escher-Wyss in Zürich baute; der Stapellauf fand am 2. Juni 1913 statt, der fahrplanmässige Einsatz begann am 10. Juli 1913. Der Salon ist im Stil des Neu-Empire mit Originalmobiliar gestaltet, die grossflächigen Fenster waren für die Dampfer auf dem Vierwaldstättersee eine Neuerung. Am Bug prangt der gallische Hahn, am Bugmast weht die Flagge Frankreichs.
1912 bestellte die Dampfschiffgesellschaft des Vierwaldstättersees die Gallia bei Escher-Wyss in Zürich. Der Stapellauf fand am 2. Juni 1913 statt, der fahrplanmässige Einsatz begann am 10. Juli 1913. Es war das letzte, grösste und schnellste Dampfschiff, das Escher-Wyss für den Vierwaldstättersee lieferte. 1952/53 von Kohle- auf Schwerölfeuerung umgebaut, erhielt sie bei einer Totalsanierung von 2001 bis 2004 einen neuen Dampfkessel.
Der Name reiht sich in eine Serie von Vierwaldstättersee-Dampfern mit Ländernamen ein: Helvetia, Germania und Italia. Heute ist die Gallia das einzige dieser „Länderschiffe“, abgesehen vom Motorschiff Europa, das unter Bezugnahme auf diese Tradition so benannt wurde. Am Bug führt sie den gallischen Hahn als Bugzier und die Flagge Frankreichs am Bugmast.
Die Gallia wird wegen ihrer Höchstgeschwindigkeit von 31,5 km/h auf Kursen mit knappen Fahrzeiten eingesetzt. Seit Mai 2025 fährt sie als erstes Kursschiff weltweit mit beigemischtem Solartreibstoff; bis 2027 soll die vollständige Umstellung erfolgen. Der Salon bewahrt das Originalmobiliar im Neu-Empire-Stil, und an den grossflächigen Fenstern lassen sich die Schaufelräder am besten beobachten.
Am Bug trägt die Gallia einen gallischen Hahn als Bugzier und am Bugmast die Flagge Frankreichs, eine Anspielung auf die Reihe Helvetia, Germania und Italia. Seit Mai 2025 fährt sie mit beigemischtem Solartreibstoff als erstes Kursschiff weltweit; bis 2027 soll die vollständige Umstellung erfolgen.
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