Unterwalden, Historischer Schaufelraddampfer und Kulturgut in Luzern, Schweiz.
Die Unterwalden ist ein 62 Meter langer Schaufelraddampfer, der von Escher Wyss in Zürich gebaut wurde. Der Salon 1. Klasse wurde von Filippo Cassina aus Mailand im Neu-Rokoko-Stil gestaltet und weist einen Parkettboden mit aufwändigen Intarsien sowie geätzte Glastüren auf. Am Bug prangt das Schweizerkreuz. Das Schiff ist für 700 Passagiere zugelassen.
Die Dampfschiffgesellschaft des Vierwaldstättersees bestellte die Unterwalden 1899 bei Escher Wyss in Zürich, zusammen mit der Uri. Die Dampfmaschine wurde an der Weltausstellung Paris 1900 gezeigt, der Stapellauf fand am 12. November 1901 statt, die Indienststellung am 18. Mai 1902. Ein Umbau 1961 brachte versenkbares Steuerhaus, Teleskopkamin und Teleskopmasten für die Durchfahrt unter der Achereggbrücke; nach der Stilllegung 1977 blieb das Schiff erhalten, fuhr 1985 wieder und wurde 2008–2011 für rund 10 Millionen Schweizer Franken generalrevidiert.
Der Salon 1. Klasse wurde von der Firma Filippo Cassina aus Mailand im Neu-Rokoko gestaltet, mit Parkettboden mit Intarsien und geätzten Glastüren; am Bug prangt das Schweizerkreuz. Der Schaufelraddampfer ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung (Kategorie A) und das erste Schiff auf dem Vierwaldstättersee, das vom Kanton Luzern als Ganzes unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Das Schiff startet von Luzerns Zentralanleger, der gut mit Bahnverbindungen verbunden ist und einfach zu erreichen ist. Besucher sollten bei Bedarf rechtzeitig vor Abfahrt anreisen, um ausreichend Zeit zum Einsteigen zu haben.
Das Schiff besitzt einen speziellen Kamin, der sich absenken lässt und ermöglicht, unter der Acheregg-Brücke hindurchzufahren. Diese Funktion erlaubt dem Dampfer, den Alpnachersee zu erreichen, ohne sein Ziel unterbrechen zu müssen.
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