Rhonegletscher, Talgletscher im Wallis, Schweiz
Der Rhonegletscher ist ein Talgletscher im Kanton Wallis in der Schweiz, der sich über rund 8 Kilometer erstreckt und Höhenlagen zwischen 2250 und 3600 Metern einnimmt. Die Eisdecke erreicht eine Breite von etwa 1000 Metern und bedeckt eine Fläche von rund 17 Quadratkilometern.
Seit 1874 führte Ingenieur Philipp Gosset systematische Messungen der Gletscherlänge und Eisdicke durch, wodurch eine der längsten wissenschaftlichen Beobachtungsreihen der Alpen entstand. Der Eistunnel, der seit 1870 jährlich neu in das Eis geschlagen wird, liegt nahe dem Furkapass und dient seither als Anziehungspunkt für Besucher.
Der Name leitet sich vom gleichnamigen Fluss ab, dessen Quellgebiet hier beginnt und der später durch mehrere Länder fließt. Wanderer und Reisende nutzen die Umgebung als Ausgangspunkt für alpine Touren, wobei das Gletscherportal selbst zu den meistbesuchten Natursehenswürdigkeiten der Region zählt.
Der Eistunnel kann von Frühjahr bis Herbst begangen werden, solange das Wetter und die Schneeverhältnisse es zulassen. Die nächstgelegene Unterkunft liegt am Furkapass, von wo aus ein kurzer Fußweg zum Gletschereingang führt.
Während der Eiszeiten reichte die Gletscherzunge bis in die Gegend östlich von Lyon in Frankreich, wobei die Eisdecke Höhen von bis zu 2000 Metern erreichte. Heute lässt sich der Rückgang anhand von Markierungen entlang des Weges nachvollziehen, die zeigen, wo die Gletscherzunge in vergangenen Jahrzehnten endete.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.