Landsitz Tribschen, Herrenhaus am Vierwaldstättersee, Schweiz
Tribschen ist ein würfelförmiges Herrenhaus auf einer kleinen Motte auf einer in den Vierwaldstättersee ragenden Landzunge. Die weisse Fassade zeigt drei Fensterreihen mit grünen Läden, vier an der Front und zwei an der linken Seite, unter einem steilen rotbraunen Ziegeldach mit Dachgaube. An der rechten Ecke weht eine Schweizerfahne.
Das Haus entstand im 15. Jahrhundert und war zunächst Besitz der Familie Herren zu Tripschen bevor es im 18. Jahrhundert an die Familie Am Rhyn überging. Richard Wagner mietete das Anwesen von 1866 bis 1872 und komponierte dort bedeutende Werke, was den Ort später zu einem Wagner-Museum führte.
Der Name Tribschen stammt von der Familie der Herren zu Tripschen, die das Anwesen ursprünglich besaß. Das Haus wird heute mit Richard Wagner verbunden, dessen kreative Jahre hier das Gebäude und den Ort geprägt haben.
Das Herrenhaus liegt auf einer kleinen Landzunge im Vierwaldstättersee, im Luzerner Quartier Unterlachen-Tribschen. 1931 erwarb die Stadt Luzern das Gebäude mit dem 30'000 m² grossen Park, zwei Jahre später, 1933, wurde das Museum eröffnet. Planen Sie Zeit für Haus und Park ein; zum Landsitz gehören auch das Pfauenhaus und das wohl Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Bootshaus.
Am Weihnachtsmorgen 1870 spielten fünfzehn Musiker das Siegfried-Idyll auf der Treppe der Villa als Geburtstagsgeschenk für Cosima Wagner; unter den Zuhörern war der 24-jährige Basler Philologieprofessor Friedrich Nietzsche. Auf dem Areal steht zudem das Pfauenhaus, das zwischen 1866 und 1872 für Cosimas Vögel entstand.
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