Septimer, Gebirgspass in Graubünden, Schweiz
Der Septimer Pass ist ein Bergübergang in Graubünden auf 2.310 Metern Höhe, der das Bregaglia-Tal mit dem Oberhalbstein-Tal verbindet. Der Zugang erfolgt über einen unbefestigten Weg, der sich über mehrere Kilometer durch alpine Landschaft windet und sowohl steile Anstiege als auch offene Hochgebiete durchläuft.
Der Übergang war bereits in römischer Zeit eine bedeutsame Handelsroute zwischen Mailand und Augsburg, wobei ein Legionslager um das erste Jahrhundert errichtet wurde. Später wurde ein Hospiz gegründet, das für fast tausend Jahre Wanderer beherbergte, bevor es am Ende des 18. Jahrhunderts seine Tätigkeit einstellte.
Der Passübergang war lange Zeit ein wichtiger Treffpunkt für Menschen aus verschiedenen Tälern, die hier Waren und Neuigkeiten austauschten. Die Gegend zeigt bis heute Spuren dieser Begegnungen in den alten Steinhäusern und Wegen, die Generationen von Reisenden genutzt haben.
Der unbefestigte Weg ist nur für Fußgänger und Mountainbikes zugänglich, da Privatfahrzeuge nicht erlaubt sind. Wer die Route plant, sollte mit anspruchsvollem Gelände rechnen und je nach Jahreszeit Schnee oder schwierige Bedingungen einplanen.
Der Septimer Pass liegt auf der natürlichen Wasserscheide zwischen der Adria und der Nordsee, wodurch Regentropfen auf verschiedenen Seiten in völlig unterschiedliche Meere fließen. Dies macht den Übergang zu einem geografischen Punkt von großer Bedeutung für die europäischen Wasserwege.
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