Sihlsee, Stausee in Schwyz, Schweiz
Der Sihlsee ist ein Stausee im Kanton Schwyz nahe Einsiedeln, der sich über eine Fläche von mehr als 11 Quadratkilometern erstreckt und eine Tiefe von 17 Metern erreicht. Das Gewässer liegt auf 880 Metern Höhe und verläuft über eine Länge von rund 8,5 Kilometern durch das obere Sihltal.
Der Bau des Stausees erfolgte 1937, wobei mehr als 1.700 Menschen umgesiedelt und über 100 Bauernhöfe aufgegeben werden mussten. Die Anlage wurde errichtet, um das Wasserkraftwerk Etzelwerk zu versorgen, das elektrische Energie für die Schweizerischen Bundesbahnen erzeugt.
Der Name leitet sich vom Fluss Sihl ab, der hier gestaut wird und dessen Wasser weithin sichtbar die Landschaft prägt. Am Ufer verlaufen Wege, die Einheimische zum Wandern und Radfahren nutzen, während im Hintergrund die bewaldeten Hänge des Etzels aufragen.
Mehrere Uferwege und Aussichtspunkte sind von der Umgebung aus erreichbar und bieten Gelegenheit, das Gewässer zu erkunden. Die Gegend eignet sich zum Wandern und Radfahren, wobei die Wege unterschiedlich lang und teilweise uneben sind.
Der Stausee galt bei seiner Fertigstellung als größter künstlicher See der Schweiz und veränderte das obere Sihltal grundlegend. Heute sieht man auf alten Fotografien noch die Dörfer und Felder, die damals unter Wasser gesetzt wurden.
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