Seealpsee, See im Alpstein, Appenzell Innerrhoden, Schweiz
Der Seealpsee ist ein See auf 1.142 m ü. M. im Alpsteingebiet im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Schweiz und umfasst 13,6 Hektar. Das Berggasthaus Forelle am Seealpsee mit einer großen offenen Terrasse dominiert das westliche Ende. Ein niedriges Ufer aus hellem Erdreich und verstreuten hellen Felsen trennt das Wasser von den Bäumen am gegenüberliegenden Ufer.
Das Gewässer wurde im 20. Jahrhundert zu einer Energiequelle, als das Kraftwerk Seealpsee-Wasserauen gebaut wurde und Strom in die Stadt Appenzell lieferte. Diese Entwicklung verband die Bergregion mit modernen Infrastrukturen und veränderte ihre Bedeutung für die regionale Versorgung.
Der Name Seealpsee stammt von der angrenzenden Seealp; eine Urkunde von 1682 nennt ihn See Alper See. Am westlichen Ende des Sees steht das Berggasthaus Forelle mit einer grossen offenen Terrasse. An heissen Sommertagen baden Besucher im See nach dem Abstieg von einer Bergtour.
Von Wasserauen, der Endhaltestelle der Appenzeller Bahnen, führt ein teils steiler, grossenteils asphaltierter Weg in etwa 60 Minuten zum See. Ein nicht asphaltierter, etwas längerer und weniger steiler Wanderweg steigt über die südöstliche Talseite (Hüttentobel) auf. Der steile Weg von der Ebenalp durch die Wildkirchli-Höhle und am Gasthaus Aescher vorbei hinunter zum See ist nur für geübte Wanderer mit Wanderschuhen geeignet; Kinder sollten angeseilt werden.
Im Juli 2009 und 2010 färbte sich der See durch eine hohe Dichte der Alge Tovellia sanguinea rot, eines Dinoflagellaten, der in nährstoffarmen Kaltwasserseen über 1000 m gut gedeiht. Forschende der ETH Zürich sowie der Universitäten Zürich und Kopenhagen und Berufstaucher der Universität Konstanz entnahmen Sedimentproben. Die Alge gilt als möglicher Bioindikator für sehr sauberes Wasser.
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