Villa Flora, Kunstmuseum in Winterthur, Schweiz
Villa Flora ist ein Kunstmuseum in einem historischen Wohngebäude mit mehreren Ausstellungsräumen, die Gemälde europäischer Künstler aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zeigen. Die Sammlung umfasst Werke von Künstlern wie Pierre Bonnard, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Ferdinand Hodler und Henri Matisse.
Die Villa wurde 1846 erbaut und gehörte ab 1856 der Familie von Hedy Hahnloser-Bühler. Nach ihrer Heirat 1898 mit dem Augenarzt Arthur Hahnloser baute das Paar von 1905 bis 1936 eine Sammlung des Postimpressionismus auf. 1995 wurde das Haus Museum, 2014 schloss es, und am 22. März 2024 wurde es als Teil des Kunst Museum Winterthur wiedereröffnet.
Die Sammlung entstand aus der Freundschaft von Hedy und Arthur Hahnloser mit Künstlern wie Félix Vallotton, Henri Manguin, Pierre Bonnard und Henri Matisse, deren Werke sie direkt bei den Malern kauften. Hedy, ausgebildet im Zeichnen in St. Gallen und kurz in München, entwarf in ihrem Atelier in der Villa auch Möbel, Kissen und Spielzeug. Nackte Frauen auf den Bildern sorgten in der Stadt für Gerede, sodass Eltern ihren Kindern den Besuch des Hauses verboten.
Die Villa liegt in einem ruhigen Wohngebiet und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten sich vorab über die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittsbestimmungen informieren, da das Museum regelmäßig Renovierungen durchführt.
Im Garten stehen zwei lebensgroße Bronzefiguren von Aristide Maillol, keine Pomona. Im Innern ist der 1908 von Rittmeyer/Furrer im Jugendstil entworfene Salon mit originalen Möbeln und Lampen vollständig erhalten; er war an der ersten Zürcher Raumkunstausstellung zu sehen.
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