Forte Airolo, Militärfestung in Airolo, Schweiz
Forte Airolo ist eine Militärfestung in Airolo im Schweizer Kanton Tessin, die direkt in den Fels des Gotthard-Massivs gebaut wurde. Das Bauwerk besteht aus einem Netz unterirdischer Tunnel und versteckter Bunkerräume, die von außen kaum zu sehen sind.
Die Festung wurde zwischen 1941 und 1943 errichtet, um den Gotthardpass zu sichern, einen der wichtigsten Alpenübergänge Europas. Nachdem sie jahrzehntelang in Betrieb war, wurde sie nach dem Ende des Kalten Krieges außer Dienst gestellt und schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Forte Airolo gehört zum sogenannten Réduit, dem Rückzugsplan der Schweizer Armee, der vorsah, sich in die Alpen zurückzuziehen, falls das Mittelland besetzt werden sollte. Dieser Gedanke, die Alpen als letzte Verteidigungslinie zu nutzen, prägte das schweizerische Selbstverständnis während des Zweiten Weltkriegs nachhaltig.
Besichtigungen werden in der Regel als geführte Touren angeboten, die durch die unterirdischen Gänge führen. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Boden in den Tunneln uneben und manchmal feucht sein kann.
Die Festung ist so tief in den Fels gebaut, dass ihre Schießscharten von außen fast unsichtbar sind und sich nahtlos in die Felswand einfügen. Besucher, die von der Straße aus auf den Berg schauen, können kaum ahnen, was sich dahinter verbirgt.
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