Gotthardtunnel, Eisenbahntunnel zwischen Göschenen und Airolo, Schweiz
Der Gotthardtunnel ist ein Eisenbahntunnel zwischen Göschenen im Kanton Uri und Airolo im Kanton Tessin, der das Sankt-Gotthard-Massiv durchquert. Der Tunnel verbindet die deutschsprachige und die italienischsprachige Schweiz auf einer Länge von etwa fünfzehn Kilometern.
Die Bauarbeiten begannen 1872 und nutzten erstmals Dynamit sowie mechanische Bohrmaschinen für einen Alpendurchstich. Der Tunnel wurde nach zehn Jahren Bauzeit fertiggestellt und veränderte den Handel zwischen Nord- und Südeuropa grundlegend.
Das Portal auf der Südseite trägt eine Gedenkplatte für die Arbeiter, die beim Bau ihr Leben verloren haben. Diese Ehrung erinnert Reisende daran, wie gefährlich und hart die Arbeit in den Bergen war.
Reisende können das Innere des Tunnels nur mit dem Zug erleben, da es keinen öffentlichen Zugang für Fußgänger oder Autos gibt. Die Fahrt dauert etwa acht Minuten und wird von zahlreichen Regional- und Fernverkehrszügen genutzt.
Während der Bauarbeiten litten die Arbeiter unter einem Hakenwurmbefall, der die Medizin dazu brachte, Parasitologie intensiver zu erforschen. Diese gesundheitliche Krise führte zu besseren Behandlungsmethoden und Hygienemaßnahmen in späteren Tunnelprojekten.
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