Sprachatlas der deutschen Schweiz, Linguistisches Forschungszentrum an der Universität Zürich, Schweiz
Der Sprachatlas der Deutschen Schweiz ist ein Forschungsprojekt an der Universität Zürich, das über 1500 Karten mit deutschen Dialekten aus verschiedenen Schweizer Regionen dokumentiert. Die Sammlung umfasst digitalisierte Aufnahmen und Kartenwerke, die Sprachmuster und Variationen der deutschsprachigen Bevölkerung zeigen.
Das Projekt wurde 1962 gegründet, als die Linguisten Rudolf Hotzenköcherle und Heinrich Baumgartner systematische Methoden zur Dokumentation von Schweizer Deutschvariationen einführten. Diese Pionierarbeit legte den Grundstein für eines der umfassendsten Archive von Sprachdaten in Europa.
Der Atlas zeigt, wie Menschen in verschiedenen Regionen der deutschsprachigen Schweiz sprechen und welche Wörter sie verwenden. Man kann sehen, wie sich Dialekte von Tal zu Tal unterscheiden und wie Sprache die lokale Identität prägt.
Forscher und Studenten können digitale Versionen von Originalaufnahmen und Karten durch die zentrale Datenbank unter www.sdats.ch abrufen. Die Online-Plattform macht das Material für Interessierte zugänglich und ermöglicht es, regionale Sprachmuster zu erkunden.
Die Forschungsmethode beruht auf direkten Interviews sowohl mit Männern als auch mit Frauen in jedem Ort, um lokale Ausdrücke präzise zu dokumentieren. Diese Art der Datensammlung ermöglichte es, feinste Unterschiede in Aussprache und Wortgebrauch zwischen Nachbargemeinden zu erfassen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.