Moosburg, Mittelalterliche Burgruine in Illnau-Effretikon, Schweiz.
Moosburg Effretikon ist eine mittelalterliche Burgruine, die auf einem Moränenhügel liegt und von Gräben umgeben ist. Die rechteckige Wohnturm misst etwa 13 mal 10,5 Meter mit Mauern von etwa 2,2 Metern Dicke.
Graf Hartmann IV. von Kyburg liess die Burg um 1254 für seine Gemahlin Margaretha von Savoyen erbauen. Nach dem Tod des kinderlosen Paares kam sie 1273 an die Habsburger und um 1300 als Lehen an die Herren von Schlatt. 1386 zerstörten die Zürcher die Burg, im Mai 1444 zerstörten sie die Innerschweizer Truppen im Alten Zürichkrieg, danach diente die Ruine als Steinbruch.
Der Name Moosburg verweist auf die sumpfige Ebene, das Moos, auf deren Moränenhügel die Burg stand. Danach diente die Ruine als Steinbruch; östlich des Burghügels hat sich ein Streifen des früheren Rieds erhalten. Um 1400 war die Moosburg Verwaltungssitz einiger Niedergerichte.
Die Ruine liegt auf einem Moränenhügel im ehemaligen Weiler Moosburg südlich von Effretikon. Der Hügel war ursprünglich von Süden her über eine Brücke erreichbar; ein breiter, tiefer Wassergraben umgab die Anlage, im Südosten verstärkt durch einen zweiten Graben. Östlich des Burghügels hat sich ein Streifen des früheren Rieds erhalten.
Die Ausgrabungen von 1896 durch die Schweizerische Gesellschaft zur Erhaltung Historischer Kunstdenkmäler waren wenig ergiebig; wertvollster Fund war ein aus dem Sodbrunnen geborgener Eisenhut. Die umfangreichen Grabungen von 1952 und 1953 brachten Scherben von Tongefässen, einen Armbrustbolzen und Fragmente von Ofenkacheln aus der Zeit um 1400 zutage.
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