Stadtpfarrkirche St. Johann, Mittelalterliche Pfarrkirche in Rapperswil-Jona, Schweiz
Die Stadtpfarrkirche Rapperswil ist ein gotisches Gotteshaus mit zwei markanten Türmen, die unterschiedliche Bauphasen des Gebäudes widerspiegeln. Der nördliche Turm stammt aus dem Ursprungsbau, während der südliche Turm 1441 hinzugefügt wurde und dem Profil des Gebäudes seine charakteristische Symmetrie verleiht.
Graf Rudolf II. von Rapperswil liess die Kirche um 1220/29 zusammen mit Burg und Stadtmauer errichten; die Pfarrei wurde 1253 von Rudolf III. unter dem Patrozinium Johannes des Täufers gegründet. Ein Brand am 30. Januar 1882 zerstörte den Bau weitgehend, verschonte aber die Renaissance-Seitenaltäre und den Kirchenschatz in der Sakristei. Der Architekt Xaver Müller baute die Kirche unter Beratung von Johann Rudolf Rahn wieder auf; die Neuweihe erfolgte am 6. Oktober 1885.
Der in der Sakristei im Südturm verwahrte Kirchenschatz gilt als der reichste im Linthgebiet, mit Arbeiten der Rapperswiler Goldschmiede Breny, Dietrich, Dumeisen, Rüssi und Ysenschlegel. Seit 1737 sorgt die Bruderschaft der hl. Caecilia und Katharina für die Kirchenmusik und greift dabei auf rund 1'000 Kompositionen von Carl Greith und seinem Vater Franz Josef Greith zurück, dem Komponisten der Melodie des Rütliliedes.
Das Gebäude ist von außen einsehbar und zeigt seine Architektur deutlich von der Straße aus, wodurch Besucher die beiden Türme und das Gesamtdesign leicht erkennen können. Ein Spaziergang um den Bau herum ermöglicht es, die unterschiedlichen Baurythmen und die neogotischen Merkmale der Renovierung zu beobachten.
Der Brand vom 30. Januar 1882 verschonte die Sakristei im Südturm samt dem dort verwahrten Kirchenschatz: Goldschmiedearbeiten der Rapperswiler Meister Breny, Dietrich, Dumeisen, Rüssi und Ysenschlegel, die als die reichsten im Linthgebiet gelten. Auch die Renaissance-Flügelaltäre der Seitenkapellen blieben erhalten, weil sie in der Barockzeit versetzt worden waren.
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