Forschungsreaktor Diorit, Kernforschungsreaktor in Würenlingen, Schweiz
Der Forschungsreaktor Diorit war eine Kernforschungsanlage in Würenlingen mit einem Schwerwasserreaktor-System, das von 1960 bis 1977 in Betrieb war. Der Reaktor nutzte Brennstäbe in Aluminium-Hüllen und arbeitete mit einer thermischen Leistung von 30 Megawatt.
Die Anlage wurde 1960 am Schweizer Bundesinstitut für Reaktorforschung gegründet und war ein wichtiger Teil der Kernforschung des Landes. Sie wurde 1977 außer Betrieb genommen und anschließend abgebaut.
Die Anlage war Teil von der Schweizer Forschungslandschaft der Nachkriegszeit und zeigte das Vertrauen in Kernenergie für wissenschaftliche Fortschritte. Sie arbeitete am Paul Scherrer Institut und stand unter strengen Sicherheitsauflagen, die für ihre Zeit modern waren.
Der Ort befindet sich in Würenlingen und ist heute nicht mehr zugänglich, da die Anlage vollständig abgebaut wurde. Besucher können sich über die Geschichte des Ortes in lokalen Museen oder Dokumentationen informieren.
1967 ereignete sich ein Vorfall mit einer beschädigten Brennstabkapsel, der zu erhöhter Radioaktivität in der Aare führte. Das Ereignis lenkte große Aufmerksamkeit auf die Sicherheit von Kernforschungsanlagen in der Schweiz.
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