Schloss Böttstein, Mittelalterliche Burg in Böttstein, Schweiz.
Schloss Böttstein steht am Rand des Dorfes Böttstein am linken Ufer der Aare im Kanton Aargau. Die Brüder von Roll erbauten die heutige Anlage mit Herrenhaus und Kapelle zwischen 1615 und 1617 anstelle der älteren Burg. Sie wird heute als Hotel und Restaurant betrieben.
Die Freiherren von Böttstein, erstmals 1087 urkundlich erwähnt, erbauten die Burg im 12. Jahrhundert; ihr Geschlecht erlosch im frühen 13. Jahrhundert. Nach den Familien von Tiefenstein, von Wessenberg und von Hallwil kauften die Brüder von Roll das Anwesen am 5. Juni 1606 für 1.800 Gulden und errichteten ab 1615 anstelle von Teilen der alten Burg das heutige Schloss mit Kapelle.
Die Kapelle ist mit aufwendigen Stuckarbeiten von Künstlern aus Norditalien geschmückt, die zeigen, wie kunsthandwerkliche Ideen zwischen der Schweiz und Italien ausgetauscht wurden.
Das Anwesen ist mit Hotel und Restaurant zugänglich und bietet eine gute Basis für Erkundungen in der Aargauer Gegend. Besucher sollten bedenken, dass die Lage auf erhöhtem Gelände ist, was beim Ankommen zu berücksichtigen ist.
1965 erwarb die Nordostschweizerische Kraftwerke AG, der Verband der kantonalen Elektrizitätswerke und Vorläufer der Axpo Holding, das Schloss. Während des Baus des Kernkraftwerks Beznau zwischen 1965 und 1972 richtete sich der technische Stab des Unternehmens darin ein. Der Umbau von 1971 bis 1974 machte daraus ein Landrestaurant mit Hotel; später ging es in Privatbesitz über.
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