Führungsanlage K20, Militärische Kommandozentrale in Kandersteg, Schweiz.
K20 ist ein militärischer Kommandokomplex in der Nähe von Kandersteg, der tief in einen Berghang gebaut wurde und durch ein Netz von Tunneln verbundene große Kavernen umfasst. Die einzelnen Bereiche sind für unterschiedliche Zwecke ausgelegt und bilden zusammen eine vollständige unterirdische Anlage.
Der Bau des Bundesbunkers begann 1986, als der Kalte Krieg noch die Sicherheitspolitik der Schweiz prägte. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde das Projekt angepasst, um der veränderten geopolitischen Lage der 1990er-Jahre Rechnung zu tragen.
Der Bunker zeigt, wie tief das Konzept der Selbstverteidigung in der Schweizer Gesellschaft verwurzelt ist, sichtbar an den Räumen, die für Regierungsbetrieb und die Sicherung nationaler Ressourcen gebaut wurden. Diese unterirdischen Hallen vermitteln einen direkten Eindruck davon, wie ernsthaft der Schutz der Bevölkerung geplant wurde.
Der Zugang zum Inneren erfolgt über ein unterirdisches Schienensystem, das Besucher in die Kernbereiche der Anlage bringt. Festes Schuhwerk wird empfohlen, und da die Temperaturen unter der Erde das ganze Jahr über kühl bleiben, ist eine wärmere Jacke sinnvoll.
Die Anlage war so konzipiert, dass sie im Notfall rund tausend Menschen beherbergen konnte, darunter Personal für staatliche Funktionen. Diese Zahl vermittelt einen Eindruck davon, wie groß und wie konkret die Vorbereitungen für einen möglichen Krisenfall waren.
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