Peterskirche, Reformierte Kirche in Basel, Schweiz.
Die Peterskirche steht über dem westlichen Rand des Birsigtals, gegenüber der Martinskirche. Ihr Westportal aus rotem Sandstein hat einen Rundbogen mit geflügten Profilen, eine braune hölzerne Doppeltür, ein halbkreisförmiges Oberlicht aus Bleiglas und einen Streifen geschnitzter Holzarkaden. Das vor 1388 fertiggestellte Langhaus ist durch Arkaden in ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe geteilt; ein Lettner mit der Orgel, um 1350 entstanden, versperrt die Sicht in den Chor.
Die Peterskirche wurde im Mittelalter gegründet und war zunächst eine katholische Kirche, bevor sie während der Reformation des 16. Jahrhunderts zu einem protestantischen Gotteshaus umgestaltet wurde. Diese Umwandlung spiegelt die dramatischen religiösen Veränderungen wider, die Basel während dieser Zeit durchlebte.
Die Peterskirche ist Basels älteste Pfarrkirche und ihre Entstehung reicht bis ins Mittelalter zurück, was sich in ihrer Bedeutung für die Reformationsbewegung widerspiegelt. Die schlichte Innenausstattung zeigt heute, wie Gläubige während der Reformation sakrale Räume umgestalteten, um ihre neue Glaubensausrichtung auszudrücken.
Das Gebäude liegt zentral in Basels Altstadt und ist zu Fuß leicht erreichbar, mit mehreren Bushaltestellen und Straßenbahnlinien in der unmittelbaren Nähe. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Gottesort handelt, daher können Öffnungszeiten je nach Gottesdiensten oder Veranstaltungen variieren.
Die Kirche birgt die Grabplatte des 1527 verstorbenen Buchdruckers Johann Froben; den hebräischen Text verfasste Sebastian Münster, den griechischen und lateinischen Erasmus von Rotterdam. An der Aussenwand des nördlichen Seitenschiffs hängen Epitaphien für die Mathematiker Johann I., Nikolaus I. und Daniel Bernoulli.
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