Planalp, Alpiner Weiler in Brienz, Schweiz
Planalp ist ein Weiler auf 1341 m ü. M. oberhalb von Brienz im Berner Oberland. Der Name bezeichnet auch die Alp, die oberhalb der Milibachflue beginnt und bis zum Brienzergrat reicht. Der Weiler, auch Husstatt genannt, umfasst ein Restaurant, ein Berghaus und viele Ferienhäuser.
Die Planalp wurde vermutlich bereits in der gallo-römischen Zeit, zwischen dem letzten vorchristlichen und dem fünften nachchristlichen Jahrhundert, von Talbewohnern durch Rodung im Bergwald als Weidegebiet erschlossen; einige Flurnamen bei Brienz gehen auf romanische Wurzeln zurück. Die Walsersiedlung, auch Husstatt genannt, war später ganzjährig bewohnt. Nach grossen Lawinen vom Tanngrindel bis nach Brienz in den Wintern 1942 und 1943 wurden umfangreiche Lawinenverbauungen errichtet.
Der Weiler heißt auch Husstatt, und der Familienname Abplanalp („ab der Planalp“) geht auf eine Sage zurück: Zwischen 1000 und 1100 zerstörte eine Lawine die Siedlung, nur ein Säugling in seiner Wiege überlebte und wurde schwimmend auf dem Brienzersee gefunden. Zwei Stellen erinnern an einen Überfall der Obwaldner: die «Mordsstiie» bei Mitlesten und die «Mordbode» unterhalb des Brienzer Rothorns.
Im Sommer bedient die Brienz-Rothorn-Bahn auf dem Weg zum Brienzer Rothorn die Zwischenstation Planalp und hat vertraglich die Pflicht, mehrere Alpstafel zu bedienen. Eine Naturstrasse führt vom Tal ins Berggebiet, ist aber nur für Allradfahrzeuge zugelassen. Mehrere Fuss- und Wanderwege führen ebenfalls ins Gebiet, zum Brienzer Rothorn und auf den Chruterenpass.
Der in der Region verbreitete Name Abplanalp geht auf eine Sage zurück: Eine Siedlung soll zwischen 1000 und 1100 von einer Lawine zerstört worden sein; der einzige Überlebende, ein in seiner Wiege auf dem Brienzersee treibendes Baby, erhielt den Namen «ab der Planalp».
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