Augstmatthorn, Alpengipfel im Berner Oberland, Schweiz.
Das Augstmatthorn ist ein 2136 m ü. M. hoher Gipfel in den Emmentaler Alpen, einer Untergruppe der Berner Voralpen, im Kanton Bern. Es erhebt sich im zentralen Teil des rund 25 km langen Brienzergrates, der vom Harder Kulm bei Interlaken über Augstmatthorn und Brienzer Rothorn bis zum Brünigpass reicht. Im Profil von Norden oder Süden gesehen ist es ein vergleichsweise wenig erhabener Gratgipfel; rund 1 km südwestlich liegt der 2085 m hohe Suggiture, der schroff aus dem Grat ansteigt.
Die Steinböcke, die heute auf dem Augstmatthorn leben, sind Nachkommen von Tieren, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region wieder angesiedelt wurden, nachdem sie in den Schweizer Alpen nahezu ausgestorben waren. Die Wiederansiedlung war Teil eines breiteren Schutzprogramms, das mit Zuchttieren aus dem Aostatal in Italien begann.
Der Name Augstmatthorn leitet sich von der Alp Augstmatt ab, die sich an seinen Hängen befindet und seit Generationen als Weidefläche genutzt wird. Wanderer, die den Gipfel besteigen, passieren diese Alp und können die traditionelle Berglandwirtschaft aus nächster Nähe erleben.
Der Gipfel ist von Interlaken oder Brienz aus über markierte Wanderwege erreichbar, wobei der Aufstieg je nach gewählter Route mehrere Stunden dauert. Das Gelände ist steil und die Bedingungen können sich schnell ändern, daher sind feste Bergschuhe und geeignete Kleidung unerlässlich.
Die erste Steinbockkolonie des Kantons Bern wurde Anfang des 20. Jahrhunderts am Augstmatthorn angesiedelt, koordiniert vom Alpenwildpark Interlaken-Harder, der 1913 wieder erste Steinböcke hatte. Die Wiederansiedlung gelang so gut, dass am Augstmatthorn Tiere eingefangen wurden, um neue Kolonien zu gründen, etwa am Niederhorn.
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