Ruine Alt-Regensberg, Mittelalterliche Burgruine in Regensdorf, Schweiz.
Alt-Regensberg ist eine Burgruine auf einem Moränenhügel bei Regensdorf im Kanton Zürich. Der erhaltene Teil umfasst einen massiven quadratischen Turm mit sehr dicken Mauern und einem erhöhten Eingang, der früher nur über eine Leiter erreichbar war.
Die Burg wurde Mitte des 11. Jahrhunderts errichtet und in mehreren Bauphasen bis ins 15. Jahrhundert ausgebaut. Im Jahr 1458 erwarb der Kaufmann Rudolf Mötteli das Anwesen und nahm bedeutende Umbauarbeiten im Inneren vor.
Die Burg gab dem Geschlecht der Regensberger den Namen; dessen Mitglieder gründeten die Klöster Fahr und Rüti sowie die Städte Regensberg und Glanzenberg. Die Anlage wird auch Altburg genannt, und am Nordwesthang liegt der kleine Weiler Altburg. Lütold IX. stellte hier 1321 die letzte überlieferte Urkunde aus.
Der Aufstieg zum Hügel ist steil, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird. Die Ruine ist ohne Absperrungen zugänglich, daher ist beim Gehen auf dem alten Mauerwerk besondere Vorsicht geboten.
Als die Burg verfiel, wurden ihre Steine für lokale Bauprojekte wiederverwendet, darunter die Regensdorfer Kirche und Brücken in Adlikon. Solche Praktiken waren im Mittelalter üblich und zeigen, wie eine Ruine zum Baumaterial einer ganzen Umgebung werden konnte.
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