Naturmuseum St. Gallen, Naturhistorisches Museum in St. Gallen, Schweiz.
Das Naturhistorische Museum St. Gallen ist ein Wissenschaftsmuseum, das sich über drei Etagen erstreckt und Ausstellungsräume mit strategisch platzierten Oberlichtern bietet. Es zeigt geologische Objekte, Fossilien und präparierte Tiere aus der Region und dem weiteren Umkreis.
Vorläufer war das St. Gallische Naturhistorische Museum, das die Ortsgemeinde St. Gallen am 28. September 1846 gründete, gestützt auf ein Naturalienkabinett, das Caspar Tobias Zollikofer 1812/1813 neu geordnet hatte. Das Alte Museum am Stadtpark eröffnete am 8. Oktober 1877 und beherbergte Natur- und Kunstmuseum; bautechnische Mängel erzwangen 1971 die Schliessung, im September 1987 folgte die Wiedereröffnung nach Restaurierung. Der heutige Bau beim Botanischen Garten wurde am 10. November 2016 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit eröffnet.
Das Museum besitzt die grösste Sammlung mit Tierpräparaten von Ernst Friedrich Zollikofer. Bekanntestes Objekt ist ein Nilkrokodil von 1623, Kernstück der aus dem Naturalienkabinett hervorgegangenen Sammlung. Ein Raum ist den Bärenfunden des Konservators Emil Bächler gewidmet, daneben Wolf und Luchs.
Das Museum liegt zwischen dem Botanischen Garten und der Pfarrkirche St. Maria Neudorf; sein im Mai 2018 eröffneter Museumspark zeigt Findlinge und Abgüsse von Fossilien. Seit Januar 2020 führt ein digitaler Museumsguide in drei Sprachen (D, E, F) mit einer Wissenstour und vier Spieltouren durch die Dauerausstellung. Schulen können thematische Führungen und Klassenlabore buchen.
Das Gebäude verbindet die Ausstellungsräume mit angrenzenden Außenbereichen, die zur benachbarten Kirche und zum botanischen Garten führen. Diese räumliche Verbindung schafft eine ungewöhnliche Beziehung zwischen Museumssammlungen und lebenden Pflanzen.
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