Aletschwald, Schutzwald in Riederalp, Wallis, Schweiz
Der Aletschwald ist ein alter Arven-Lärchenwald an den Nord- und Nordwesthängen von Moosfluh und Hohfluh, auf dem Gebiet der Walliser Gemeinde Riederalp, zwischen 1600 und 2200 m ü. M. Der obere Teil besteht aus locker stehenden Arven und Lärchen mit Zwergsträuchern und Hochmooren; im dichteren unteren Westteil gesellen sich Fichten dazu.
Das Waldgebiet erhielt 2001 den Status eines UNESCO-Welterbes als Teil des Jungfrau-Aletsch-Schutzgebiets. Diese Anerkennung unterstreicht die globale Bedeutung des Ortes für den Naturschutz und die Bergökologie.
Seit 1976 befindet sich das Pro Natura Zentrum Aletsch in der Villa Cassel auf der Riederfurka oberhalb des Waldes; seine multimediale Ausstellung auf mehreren Stockwerken ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober geöffnet. Der Villa ist ein Alpengarten mit über 300 Arten angeschlossen, der zur Blütezeit die Flora des Aletschgebiets zeigt. Der Wald selbst wird seit 1933 nicht mehr forstlich genutzt.
Man kann das Gebiet über markierte Wanderwege von Riederalp aus erreichen, die das ganze Jahr über zugänglich sind. Geführte Touren werden in den wärmeren Monaten angeboten und helfen dabei, die Besonderheiten des Waldes besser zu verstehen.
Die Nordgrenze des Waldes wurde am Rand des Aletschgletschers festgelegt; da das Eis zurückweicht, wächst das Schutzgebiet von 250 Hektar bei der Unterschutzstellung am 5. Mai 1933 auf rund 330 Hektar in den 1990er-Jahren. Auf den freigegebenen Moränen folgen auf Moospolster und Steinbrechgewächse schon nach kurzer Strecke alte Arven.
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