Plaine de Plainpalais, Öffentlicher Platz in Genf, Schweiz
Die Plaine de Plainpalais erstreckt sich über eine große Fläche in zentraler Lage Genfs und hat eine charakteristische rhombenförmige Struktur. Verschiedene Bereiche nutzen den Raum unterschiedlich: Ein moderner Skateplatz teilt sich die Fläche mit Plätzen für Märkte, Zirkusaufführungen und saisonale Veranstaltungen.
Der Name stammt vom lateinischen Begriff 'plana palus', der auf die Ursprünge des Ortes als Sumpfland hinweist. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Gebiet zu einem zentralen Versammlungsort für die Stadt Genf.
Der Flohmarkt findet seit 1970 statt, ist der größte der Schweiz und wird mittwochs und samstags abgehalten, nicht sonntags. Ein Obst- und Gemüsemarkt belegt den Platz dienstags, freitags und sonntags. Die Esplanade ist zudem Ausgangspunkt des Frauenstreiks vom 14. Juni, und ihre Nordspitze, unterbrochen von der rue Harry-Marc, wurde am 20. Mai 2024 in Parc du 14-Juin umbenannt – nach dem 14. Juni 1981, als die Gleichstellung von Mann und Frau in die Schweizer Verfassung aufgenommen wurde.
Die rautenförmige Esplanade erstreckt sich über 640 Meter in Nord-Süd-Richtung zwischen avenue du Mail und avenue Henri-Dunant, mit der place du Cirque im Norden und der place des Vingt-Trois-Cantons im Süden. Die Tramlinien 12, 15, 17 und 18 bedienen sie, unter der Fläche liegen Tiefgaragen. Fusswege durchqueren sie, und die Nordspitze jenseits der rue Harry-Marc nimmt der Parc du 14-juin mit seinem Brunnen ein.
Der rote Mineralbelag namens «ghorr du beaujolais» wurde ab 1998 in einer ersten Sanierungsphase getestet, nicht in den 2000er Jahren; Mittelteil und Enden wurden 2015 fertiggestellt. Eine 2014 beim Skatepark aufgestellte Statue der Kreatur Dr. Frankensteins vom Kollektiv KLAT blickt nach Süden Richtung Chamonix, wohin die Kreatur in Mary Shelleys Roman flieht.
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