Piz Bles, Alpengipfel in Graubünden, Schweiz
Der Piz Bles ist ein 3044 m hoher Berg in den Oberhalbsteiner Alpen an der Grenze zwischen Bregaglia im Kanton Graubünden und Piuro in der Provinz Sondrio. Im Osten begrenzt ihn die Val Madris, ein Seitental des Averstal, im Westen die Valle di Lei mit dem Stausee Lago di Lei. Vom Gipfel gehen drei Grate aus: der felsige Ostgrat mit mehreren Nebengipfeln, der oben blockige und unten in Schutt übergehende Nordgrat und der nur wenig absinkende Südgrat.
Der Gipfel liegt auf der Grenze zwischen den Gemeinden Bregaglia im Kanton Graubünden und Piuro in der Provinz Sondrio. Über dem Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Italien. Der Piz Bles gehört zur Kette Schiahorn – Pizz Gallagiun, einer Untergruppe der Oberhalbsteiner Alpen, und wird im Osten von der Val Madris und im Westen von der Valle di Lei eingefasst.
Der Name Piz Bles stammt aus der Romanischen Sprache und zeigt die kulturelle Vielfalt des Kantons Graubünden. In den umliegenden Tälern sieht man noch heute traditionelle Almsiedlungen und alte Wege, die Hirten und Händler seit Jahrhunderten nutzen.
Die Routen starten in Stettli (Cröt, 1800 m) im Val Madris oder an der Staumauer des Lago di Lei (1933 m). Der Nordgrat über den Pass de la Bles (2788 m) ist mit L bewertet und dauert etwa 4¼ Stunden von Stettli oder 5¾ Stunden von der Staumauer. Ostgrat und Südostanstieg sind nicht empfehlenswert, da die Felsen seit dem Gletscherschwund brüchig geworden sind.
Der am weitesten entfernte sichtbare Punkt vom Piz Bles ist die Testa Nord di Bresses (2830 m) bei Valdieri im Piemont, 302 km entfernt und nur 370 m von der französischen Grenze. Am Fuss der Nordflanke und in der Nische zwischen Ost- und Südgrat liegen noch kleine Gletscher, eher zwei Firnfelder.
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