Schloss Frauenfeld, Mittelalterliche Burg in Frauenfeld, Schweiz.
Das Schloss Frauenfeld liegt im Südwesten der Altstadt auf einem Molassefelsen über der Murg. Sein Mittelpunkt ist der 19 Meter hohe Bergfried, der um 1230 aus grossen Findlingen errichtet wurde; seine eichenen Deckenbalken wurden dendrochronologisch auf etwa 1231 datiert. Gleichzeitig entstand der angebaute Murgturm, der Palas mit den Wohnräumen. Im 14. Jahrhundert wurde die Anlage um einen Zwinger und einen zweistöckigen Aufbau erweitert, dessen Aussenmauern teilweise erhalten sind.
Die ursprüngliche Burganlage entstand im 13. Jahrhundert als befestigter Turm und wurde später in ein Verwaltungszentrum für die Habsburgischen Territorien umgewandelt. Diese Umgestaltung machte Frauenfeld zu einem wichtigen städtischen Zentrum in der Region.
Das Schloss war Sitz der Thurgauer Landvögte, die alle zwei Jahre im Turnus der sieben Alten Orte wechselten; ab 1712 beteiligte sich auch Bern. Der wichtigste Hausrat blieb im Schloss, damit nicht jeder neue Landvogt welchen mitbringen musste. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts hoben die Herren von Hohenlandenberg nach dem vergeblichen Angriff der Appenzeller von 1407 einen tiefen Graben zwischen Schloss und Stadt aus.
Das Schloss liegt im Südwesten der Frauenfelder Altstadt über der Murg. Der Eingang des Bergfrieds liegt im zweiten Stock und ist über eine Treppe erreichbar; der ebenerdige Eingang neben dem Turm wird noch heute benutzt. Es ist ein Schweizer Kulturgut von nationaler Bedeutung; erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach dem Zugang.
Die Burganlage trägt die höchste nationale Schutzstufe in der Schweiz als Kulturgut der Klasse A und wird zusätzlich regional als besonders wertvoll anerkannt. Diese doppelte Auszeichnung unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung des Ortes für beide Ebenen des kulturellen Schutzes.
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