Villa Grünfels, Villa aus dem 19. Jahrhundert in Rapperswil-Jona, Schweiz.
Die Villa Grünfels ist die ehemalige Fabrikantenvilla der Spinnerei Brändlin, 1822 von Jakob und Rudolf Braendlin auf einem kleinen Nagelfluhfelsen in Jona erbaut. Die Südseite prägen eine zweiläufige Treppe und ein toskanischer Säulenvorbau; nordseitig führt der Zugangsweg über den parkartig angelegten Nordhang. Zwei Ökonomiegebäude sind nach Norden zur Spinnerei ausgerichtet.
Jakob Braendlin-Näf und sein Bruder Rudolf liessen die Villa 1822 als Fabrikantenvilla der Spinnerei Brändlin erbauen. Nach einem Brand 1830 wurde sie wiederhergestellt, 1896 erwarb der Handelskaufmann Wilhelm Stiefel-Diener die Liegenschaft. Seine Adoptivtochter Charlotte Stiefel (1898–1986) vermachte sie der Gemeinde Jona mit der Auflage, die Anlage öffentlich zugänglich zu machen.
Charlotte Stiefel, gestorben 1986, vermachte die Villa der Gemeinde Jona mit der Auflage, die Anlage öffentlich zugänglich zu machen. Seither nutzen die Musikschule Grünfels und die Tagesstätte Grünfels das Haus, und die Kellerbühne zeigt Kleinkunst, Musik und Theater.
Die Villa beherbergt heute die Musikschule und die Tagesstätte Grünfels, eine Ergänzung zum Wohnen zu Hause für ältere Menschen im Rahmen der städtischen Spitex-Dienste. In den Remisen spielt die Kellerbühne Musik, Kabarett und Theater; das ZAK (Zentrum aktueller Kultur) ist in einer der beiden Remisen untergebracht. Der Zugang ins Innere richtet sich nach dem laufenden Betrieb.
Charlotte Stiefel, Adoptivtochter des Handelskaufmanns Wilhelm Stiefel-Diener, vermachte die Villa der Gemeinde Jona mit der Auflage, die Anlage öffentlich zugänglich zu machen. Diese Bedingung machte aus dem einstigen Fabrikantenhaus ein Haus für Kultur.
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