Ellhorn, Berggipfel in Fläsch, Schweiz
Der Ellhorn ist ein Berg in der Rätikon-Kette und erhebt sich auf 758 Meter Höhe. Seine Hänge sind mit Wald bedeckt und bieten verschiedene Geländetypen, die das Wandern interessant machen.
Das Ellhorn gehörte bis 1948 zur liechtensteinischen Gemeinde Balzers, dann erwarb es die Schweiz durch einen Landabtausch zur Sicherung der Festung Sargans. Sofort errichtete die Schweizer Armee einen Infanteriebunker (A 6229) und eine Kampfkaverne (A 6224). Von 1940 bis 1985 betrieb sie zudem östlich des Berges das Artilleriewerk Tschingel. 1755 zerschellte ein Floss mit rund 100 Rekruten für die Niederlande am Ellhorn; alle Insassen ertranken.
Eine Sage erzählt von einem Drachen, der vom Ellhorn aus über den Alpenrhein herrschte. Im Diebsloch, mundartlich Diabalöcher genannt, versteckten sich früher angeblich Schmuggler und Diebe vor der Bevölkerung von Balzers; die Stelle liegt im südlichen Bereich des Berges, exponiert und schwer erreichbar.
Eine kreisförmige Wanderroute von etwa 8 Kilometern Länge beginnt bei der Grotto Fläscher Bad mit kostenlosem Parkplatz. Der Weg führt durch unterschiedliche Höhenlagen und ist gut für Wanderer mit mittlerem Fitnesslevel geeignet.
Vom Berg aus können Wanderer das Tal des St. Galler Rheintals und den Rhein selbst von verschiedenen Höhenpunkten beobachten. Diese wechselnden Blickwinkel machen die Route besonders wertvoll für alle, die die Landschaft aus mehreren Perspektiven kennenlernen möchten.
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