Festung St. Luzisteig, Bergfestung in Graubünden, Schweiz
Die Festung St. Luzisteig ist eine barocke Sperrfestung auf dem Pass St. Luzisteig auf 713 m Höhe im Kanton Graubünden, die zum Festungsgebiet Sargans gehört. Von 1703 bis 1705 errichtete Hans Caspar Werdmüller eine gemauerte bastionierte Front quer über den Passsattel, die durch eine Mauer mit der Batterie Guscha am rechten Talhang verbunden war. Die «Kleine Schanze» auf der Passhöhe stammt von um 1631, und östlich der Kantonsstrasse entstanden 1994 bis 2005 Betonbauten von Peter Zumthor.
Der Pass wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder befestigt, doch die heutige Anlage wurde hauptsächlich im 19. und 20. Jahrhundert ausgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Festung als Teil des Nationalen Reduits in die Schweizer Verteidigungslinie integriert.
Der Pass ist dem heiligen Luzius geweiht, dem die Kirche auf der Passhöhe gilt; über ihn führt die Strasse Maienfeld–Vaduz. Von 1964 bis 2003 diente der Luzisteig als Ausbildungsplatz der Schweizer Traintruppen, und seit 1995 gehört der Waffenplatz St. Luzisteig zum Waffenplatzkommando Walenstadt/St. Luzisteig.
Der Pass liegt auf einer Höhe von etwa 700 Metern und ist je nach Jahreszeit mit Wind und Kälte verbunden. Festes Schuhwerk und Wetterschutz sind empfehlenswert, da das Gelände uneben ist und das Wetter schnell wechseln kann.
Die Letzi Grafenberg, eine Landmauer aus dem 15. Jahrhundert am Fusse der Burg Grafenberg, wurde im Schwabenkrieg von 1499 umkämpft. Ihre Reste liegen beim Pass, getrennt von der bastionierten Front, die 1703–1705 quer über den Passsattel gebaut wurde.
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