Schloss Salenegg, Mittelalterliche Burg in Maienfeld, Schweiz
Schloss Salenegg ist ein schlossartiger Herrschaftssitz nördlich von Maienfeld im Besitz der Familie Gugelberg von Moos. Seine heutige einheitliche Anlage entstand zwischen 1782 und 1784 durch den Zusammenbau älterer Bauteile, eines um 1713 errichteten Treppenhauses und eines 1756 gebauten Turms. Von den 79 Räumen sind 27 bewohnt; auf dem Gut wird Wein produziert.
Um das Jahr 950 entstand ein Vorgängerbau namens Prestenegg für den Prior des Klosters Pfäfers, in dem sich die Mönche erholen sollten. Nachdem das Haus nacheinander den Familien von Vaz, Werdenberg und Toggenburg gehört hatte, kauften es 1594 Vespasian von Salis und seine Frau Anna von Schauenstein, die es 1604 umbauten und in Salenegg umbenannten. Ritter Anton von Molina erweiterte es nach Süden und liess den Gartensaal errichten, dessen Decke die Wappen von vierzig Bündner Geschlechtern zeigt. Der grösste Umbau erfolgte zwischen 1782 und 1784 unter Ulysses Gugelberg, der dem Schloss seine heutige einheitliche Gestalt gab.
Im Inneren der Burg betreibt eine Weinkellerei ihre Arbeit und setzt dabei Methoden um, die in der Region Graubünden seit Generationen weitergegeben werden. Die Verbindung von historischem Ort und Weinproduktion prägt das Erscheinungsbild des Ortes bis heute.
Besucher können das Schloss über den Bahnhof Maienfeld erreichen, gefolgt von einem Spaziergang durch die lokalen Weinberge zur Burg. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe zu tragen, da der Weg nach oben ansteigt und es keine direkte Straße zum Eingang gibt.
Von den 79 Räumen des Schlosses sind nur 27 bewohnt, und das Gebäude ist seit 1654 im Besitz der Familie Gugelberg von Moos, als Hans Luzi Gugelberg von Moos es für 14’000 Gulden und sechs Fuder Wein kaufte. Auch die Familie von Salis, die es 1604 umbaute und umbenannte, hat bis heute ein Haus in der Maienfelder Altstadt.
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