Stiftung Brasilea, Kunsthalle im Rheinhafen-Viertel, Basel, Schweiz
Die Stiftung Brasilea nutzt ein vierstöckiges Werkstattgebäude der Rheinschifffahrt, das 1964 auf dem Grünstreifen der Bermenböschung parallel zum Rhein errichtet wurde. Der Sockel besteht aus Stahlbeton; darüber kleiden transluzente grüne Lichtwellplatten aus Glasfaserkunststoff die Fassade, die sich nur über horizontale Lichtbänder zum Wasser hin öffnet. Eine weit auskragende Krananlage ist als Wahrzeichen erhalten. 2004/2005 wurde das Gebäude zum Stiftungssitz umgebaut.
Walter Wüthrich gründete die Stiftung nach seinem Umzug vom Basler Hafen nach Rio de Janeiro 1939, wo er sich mit dem Künstler Franz Josef Widmar in den 1950er Jahren verband. Diese Beziehung bildet den Kern der Sammlung und der künstlerischen Ausrichtung der Institution.
Der Name Brasilea verweist auf das Ziel der Stiftung: den Kulturaustausch zwischen der Schweiz und Brasilien, unter anderem mit dem Goethe-Institut und der brasilianischen Botschaft in der Schweiz als Partnern. Auch die in der Schweiz lebenden Brasilianer gehören zu den Kooperationspartnern, und das Programm verbindet Kunst mit Konzerten, Filmen, Vorträgen und Lesungen. Die Widmar-Sammlung mit persönlichen Gegenständen wird separat im 1. Obergeschoss gezeigt.
Das Gebäude steht am Westquai 39 auf dem Grünstreifen der Bermenböschung parallel zum Rhein, im Basler Rheinhafen direkt an der französischen und deutschen Grenze. Die horizontalen Lichtbänder öffnen sich ausschliesslich zur Wasserseite, die Ausstellungsetagen liegen also zum Rhein hin. Vom Bahnhof Basel SBB fährt die Tram 8 bis Kleinhüningen, von dort sind es wenige Schritte in den Hafen.
Die Widmar-Sammlung wird separat im 1. Obergeschoss gezeigt, während Sockelgeschoss und Hochparterre temporäre Ausstellungen und Veranstaltungen beherbergen. Die Sammlung der Stiftung ist Eigentum des Vereins «Kinder In Brasilien». Die weit auskragende Krananlage aus Hafenzeiten fungiert als Wahrzeichen des Gebäudes.
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