Vevey, Historischer Schaufelraddampfer in Ouchy, Schweiz
Die Vevey ist ein 66 Meter langer Raddampfer der Compagnie Générale de Navigation sur le Lac Léman mit weißem Rumpf, schwarzem Streifen an der Wasserlinie, runden Bullaugen und dem Namen „VEVEY“ in goldenen Großbuchstaben am Bug. Zwei hohe Masten stehen vorn und hinten, und das Gehäuse des Heck-Schaufelrads trägt ein Sonnenstrahlmuster. Ihr Erste-Klasse-Salon bewahrt helle Kastanienholzvertäfelungen mit Amarantheinlagen.
Das Schiff wurde 1907 gebaut, zur Zeit der Blütezeit der Dampfschifffahrt auf europäischen Seen. Seine Konstruktion zeigt die Ingenieurskunst der frühen Schweizer Schiffbauindustrie des 20. Jahrhunderts.
Der Erste-Klasse-Salon bewahrt seine ursprüngliche neoklassizistische und Jugendstil-Ausstattung: helle Kastanienholzvertäfelungen mit Amarant-Einlagen, und seine Möbel überstanden den Umbau auf dieselelektrischen Antrieb 1952–1955. Das Schiff ist nach der Stadt Vevey benannt. In der Nebensaison fährt es die Fondue-Kreuzfahrten der CGN.
Besucher können das Schiff an mehreren Anlegestellen besteigen, die sich zwischen Lausanne und Genf befinden und je nach Jahreszeit unterschiedliche Zuganglichkeit bieten. Die beste Zeit für eine Fahrt ist von Frühling bis Herbst, wenn der Schiffsbetrieb am vollständigsten ist.
Die Vevey hat rund 3 000 000 km zurückgelegt, mehr als jedes andere Schiff der CGN-Flotte. Seit 1955 fährt sie mit dieselelektrischem Antrieb; die ursprüngliche Dampfmaschine ist verschwunden, die Schaufelräder blieben erhalten, und die dieselelektrischen Motoren von 1955 wurden beim Umbau 2012–2013 ersetzt.
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