Helvétie, Raddampfer
Die Helvétie ist ein Raddampfer, der 1926 in Winterthur gebaut wurde und etwa 78 Meter lang ist. Das Schiff verfügt über charakteristische Schaufelräder, einen dreizylindrigen Dampfantrieb und war ursprünglich für etwa 1400 Passagiere ausgelegt, um Fahrgäste zwischen den Uferstädten des Genfersees zu befördern.
Das Schiff wurde 1926 in Dienst gestellt und diente fast 50 Jahre lang mit seinem ursprünglichen Dampfantrieb, bevor es in den 1970er Jahren auf einen Dieselmotor umgestellt wurde. 2002 wurde es außer Dienst genommen und wartet seitdem auf eine umfassende Restaurierung, mit dem Ziel, es bis 2026 zum hundertsten Jubiläum wieder fahrtüchtig zu machen.
Der Name Helvétie verweist auf die antike Bezeichnung für die Schweiz und betont die nationale Bedeutung dieses Schiffes. Das Schiff verkörpert die Belle-Époque-Ära, in der solche Dampfer die Seen und das soziale Leben der Region prägten und Reisende aus nah und fern anzogen.
Das Schiff liegt derzeit an der Anlegestelle in Ouchy unweit des Olympiamuseums und kann von außen besichtigt werden, wenn es geöffnet ist. Besucher können die klassische Form und die Details des Rumpfes von Ufer oder Dock aus bewundern, während sie die Lage am See genießen.
Das Schiff ist eine der letzten mit Dampfkraft gebauten Schweizer Binnenschiffer und das einzige seiner Art, das heute noch existiert. Seine ursprüngliche dreizylindrige Dampfmaschine wird nun in einem Museum ausgestellt und erinnert an eine vergangene Ära der Schweizer Ingenieurskunst.
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