Sperrstelle Chlus, Militärische Festung in Graubünden, Schweiz.
Sperrstelle Chlus ist eine Militärfestung in der Bergregion Graubündens und besteht aus mehreren in den Fels getriebenen Bunkern und Tunnelsystemen. Die Anlage war als Abwehrposition konzipiert und verteilt sich über mehrere Ebenen mit Artilleriestellungen und Munitionslägern.
Die Festung entstand zwischen 1937 und 1942 als Teil der Schweizer Verteidigungsstrategie gegen mögliche Invasionen während des Zweiten Weltkriegs. Sie sollte als Sperrposition das strategisch wichtige Gebirgstal schützen und war eines von vielen ähnlichen Werken entlang der Landesgrenzen.
Die Anlage zeigt Schweizer Ingenieurkunst aus dem 20. Jahrhundert, mit Beton- und Stahlkonstruktionen, die direkt in den Berg eingebaut wurden. Besucher sehen noch heute die originalgetreuen Räume mit ihren funktionalen Einrichtungen aus dieser Zeit.
Die Festung ist nur im Rahmen von geführten Besichtigungen zugänglich, da viele Bereiche enge und niedrige Durchgänge haben. Wer mobilitätseingeschränkt ist, sollte vorher klären, welche Teile der Anlage begehbar sind.
Im Inneren der Festung befindet sich eine etwa 160 Meter lange Infanteriekaserne, die vollständig aus dem Fels herausgesprengt wurde. Diese Höhlung enthielt Platz für Soldaten, Munition und Ausrüstung an einem einzigen geschützten Ort.
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