Sperrstelle Chlus, Militärische Festung in Graubünden, Schweiz.
Sperrstelle Chlus ist eine Militärfestung in der Bergregion Graubündens und besteht aus mehreren in den Fels getriebenen Bunkern und Tunnelsystemen. Die Anlage war als Abwehrposition konzipiert und verteilt sich über mehrere Ebenen mit Artilleriestellungen und Munitionslägern.
Die Festung entstand zwischen 1937 und 1942 als Teil der Schweizer Verteidigungsstrategie gegen mögliche Invasionen während des Zweiten Weltkriegs. Sie sollte als Sperrposition das strategisch wichtige Gebirgstal schützen und war eines von vielen ähnlichen Werken entlang der Landesgrenzen.
Der Name der Anlage bezieht sich auf die Chlus, den schluchtartigen Zugang zum Prättigau. Die Infanteriewerke Felsenbach Nord A 6308 und Süd A 6309 sicherten die Schlucht, während das Artilleriewerk Nussloch A 6330 in der Felswand von Mastrils Feuerunterstützung leistete. Das Werk Felsenbach Süd wurde 2016 liquidiert und ausgeräumt; sein Inneres ist daher nicht mehr erhalten.
Die Festung ist nur im Rahmen von geführten Besichtigungen zugänglich, da viele Bereiche enge und niedrige Durchgänge haben. Wer mobilitätseingeschränkt ist, sollte vorher klären, welche Teile der Anlage begehbar sind.
Im Inneren der Festung befindet sich eine etwa 160 Meter lange Infanteriekaserne, die vollständig aus dem Fels herausgesprengt wurde. Diese Höhlung enthielt Platz für Soldaten, Munition und Ausrüstung an einem einzigen geschützten Ort.
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