Schloss Marschlins, Mittelalterliche Burg in Landquart, Schweiz
Schloss Marschlins ist eine mittelalterliche Steinburg in Landquart, im Kanton Graubünden, mit einem rechteckigen Grundriss, vier runden Ecktürmen und einem doppelten Graben. Die Anlage liegt etwa einen Kilometer nordöstlich des Dorfes Igis und ist vollständig aus Stein gebaut.
Die erste schriftliche Erwähnung des Schlosses stammt aus dem Jahr 1324. Es wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals den Besitzer, darunter Herzog Sigismund von Österreich und später die Familie von Brandis.
Drei Innenräume sind mit geschnitzten Holztäfelungen aus dem 17. Jahrhundert ausgestattet, die Kassettendecken und feine Ornamente zeigen. Diese Räume geben einen direkten Eindruck davon, wie wohlhabende Familien ihre Wohnräume in dieser Zeit gestalteten.
Das Schloss lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da Wege rund um das Gebäude verschiedene Blickwinkel auf die Außenseite bieten. Das Gelände kann uneben sein, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist.
Nach dem Einfall der Franzosen in die Schweiz diente das Schloss als Militärlager und wurde anschließend als Tabakfabrik und Seidenspinnerei genutzt. Diese gewerbliche Nutzung zeigt, wie sehr sich die Funktion des Gebäudes im Laufe der Zeit verändert hat.
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