Le Petit-Chasseur, Prähistorische Nekropole in Sion, Schweiz.
Le Petit-Chasseur ist eine prähistorische Fundstätte in Sion, deren Besiedlung vom Mittelneolithikum bis in die Römerzeit reicht. Im Quartier St-Guérin sind zwei Dolmen mit dreieckigem Sockel aufgestellt; die meisten Gräber wurden aus überarbeiteten neolithischen Grabsteinen errichtet, und die ausgegrabenen anthropomorphen Stelen liegen im Archäologiemuseum.
Im Juli 1961 entdeckten Arbeiter beim Verlegen einer Leitung zwei große, aus gravierten Platten errichtete Steinkisten. Professor Marc-Rodolphe Sauter datierte sie zunächst ins frühe Mittelalter, doch Glockenbecherkeramik verschob die Datierung um fast dreitausend Jahre zurück. Fünf Grabungskampagnen zwischen 1962 und 2003 belegten eine Besiedlung vom frühen Mittelneolithikum bis zum Ende der Latènezeit; die megalithische Nekropole wurde um 3000 v. Chr. errichtet.
Bei den gravierten Steinen handelt es sich um anthropomorphe Stelen; die meisten Gräber wurden aus älteren, neu bearbeiteten neolithischen Grabsteinen errichtet. Die Funde der Ausgrabungen, vor allem diese Stelen, führten 1976 zur Eröffnung des Archäologiemuseums in der Grange-à-l'Évêque in Sion.
Zwei Dolmen mit dreieckigem Sockel sind im Quartier St-Guérin in Sion im Freien aufgestellt. Die Funde der Grabungen, vor allem anthropomorphe Stelen, liegen im 1976 eröffneten Archäologiemuseum in der Grange-à-l'Évêque. Die Fundstelle liegt in der Stadt und ist vom Zentrum aus zu Fuß erreichbar.
Die sechs 2019 gefundenen Steine lagen im selben Bereich wie rund 30 aufgerichtete Steine und die Dolmen, die 1960–1961 bei Bauarbeiten an einem Wohnhaus freigelegt wurden. Mehrere Steine waren absichtlich zerbrochen, drei tragen Ritzungen; der größte, etwa zwei Tonnen schwer, gilt als männliche Figur in geometrisch verzierter Kleidung mit sonnenartigem Motiv um das Gesicht.
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