Makkabäerkapelle Genf, Gotische Kapelle in der Altstadt, Genf, Schweiz
Die Makkabäer-Kapelle ist ein gotisches Bauwerk im Genfer Altstadt und beeindruckt durch bemalte Engel an der Decke in Blau- und Rosatönen. Das Innere wird durch bunte Glasfenster beleuchtet, die das Licht auf die steinernen Wände und die vergoldete Orgel werfen.
Die Kapelle wurde 1397 gegründet und diente zunächst als Grabkapelle für Kardinal Jean de Brogny. Während der Reformation wurde sie zweckentfremdet, um Salz und Schießpulver zu lagern, bis sie später wieder ihre religiöse Funktion erhielt.
Die Kapelle trägt den Namen der Makkabäer, jener jüdischen Rebellenführer der Antike, was eine ungewöhnliche Wahl für ein christliches Gotteshaus widerspiegelt. Der Name erinnert an einen Moment in der Schweizer Geschichte, als solche Verbindungen zwischen Kulturen sichtbar waren.
Die Kapelle ist von Juni bis September täglich zwischen 9:30 und 18:30 Uhr zugänglich, während die Öffnungszeiten von Oktober bis Mai reduziert sind. Besucher sollten beachten, dass das Innere aus Stein besteht und es wenig Heizung gibt, daher ist warme Kleidung in den kälteren Monaten ratsam.
Der Raum beherbergt eine Walcker-Orgel, die direkt über der Grabkammer des Kardinals platziert wurde und bei jedem Ton vibriert. Die Kanzel zeigt Skulpturen mittelalterlicher Königshäuser, die selten in solcher Detailschärfe erhalten geblieben sind.
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