Mausoleum Qin Shihuangdis, Grabanlage im Bezirk Lintong, China.
Das Mausoleum des ersten Qin-Kaisers ist eine unterirdische Grabanlage in Lintong, China, die sich über mehrere Hektar erstreckt und aus zahlreichen Kammern, Gängen und Vorratshallen besteht. Die Anlage liegt unter einem künstlichen Hügel, umgeben von rechteckigen Mauern, die das Grabzentrum und die umliegenden Opferstätten voneinander trennen.
Die Bauarbeiten begannen 246 vor Christus, als der künftige Kaiser mit 13 Jahren den Thron bestieg, und dauerten bis 208 vor Christus an. Über 700.000 Arbeiter und Handwerker schufen die unterirdische Stadt, die nach dem Tod des Herrschers versiegelt und später von Rebellen geplündert wurde.
Der Name leitet sich vom ersten chinesischen Kaiser ab, der die Terrakottaarmee als Wachposten für sein Weiterleben nach dem Tod bestellte. Besucher sehen heute nachgebaute Paläste und Zeremonienräume, die zeigen, wie Macht und Ewigkeit im alten China gedacht wurden.
Reisegruppen aus Xian bringen Besucher in etwa einer Stunde zum Gelände, wo ein Großteil der Anlage noch unter der Erde liegt und nicht betreten werden kann. Die Ausstellungshallen mit den Terrakottafiguren sind ganzjährig geöffnet, während der zentrale Grabhügel nur von außen zu sehen ist.
Wissenschaftliche Messungen zeigen ungewöhnlich hohe Quecksilberwerte im Boden unter dem zentralen Hügel, was alte Chroniken bestätigt, die von Flüssen aus flüssigem Metall im Inneren berichten. Diese Substanz sollte die Wasserläufe des Reiches nachbilden und zugleich Grabräuber fernhalten.
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