Pudong, Finanzbezirk in Shanghai, China.
Pudong ist ein Verwaltungsbezirk am östlichen Ufer des Huangpu-Flusses in Shanghai, China, der sich über eine weitläufige Fläche zwischen dem Fluss und dem Ostchinesischen Meer erstreckt. Das Gebiet kombiniert Hochhausviertel mit Grünflächen, Wohnvierteln und Infrastruktureinrichtungen wie dem internationalen Flughafen und mehreren Metrostationen, die das Zentrum mit den Außenbezirken verbinden.
Bis 1990 bestand das Gebiet überwiegend aus Feldern, Fischerdörfern und stillgelegten Werften am Flussufer ohne Verbindung zur Innenstadt. Die Regierung erklärte es zur Sonderwirtschaftszone und leitete damit den Bau von Brücken, Tunneln und Wolkenkratzern ein, die das Erscheinungsbild innerhalb weniger Jahrzehnte grundlegend veränderten.
Der Name bedeutet «östlich des Huangpu-Flusses» und verweist auf die geografische Lage gegenüber dem historischen Stadtkern am westlichen Ufer. Einheimische unterscheiden noch heute zwischen den beiden Flussseiten und nutzen die Uferpromenaden für morgendliche Gymnastikübungen und Abendspaziergänge mit Blick auf das jeweils andere Ufer.
Die Metro verbindet die verschiedenen Teile des Bezirks miteinander und mit dem westlichen Stadtzentrum, wobei mehrere Linien durch Tunnel unter dem Fluss verlaufen. Besucher sollten längere Wegstrecken zwischen den Hochhausgruppen einplanen, da die Abstände zwischen den einzelnen Vierteln oft größer sind als sie auf Karten wirken.
Der Bezirk produziert jährlich eine Wirtschaftsleistung, die ungefähr dem Bruttoinlandsprodukt eines mittelgroßen Landes entspricht und seine Bedeutung als Finanzzentrum unterstreicht. Diese Konzentration von Handelsaktivitäten auf einem vergleichsweise begrenzten Stadtgebiet zeigt die Geschwindigkeit und Intensität der chinesischen Wirtschaftsentwicklung seit den frühen 1990er-Jahren.
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