Fuxian Hu, Süßwassersee in der Provinz Yunnan, China.
Der Fuxian-See ist ein nord-südlich ausgerichteter Bruchsee in Yunnan in Form eines umgekehrten Kürbisses: im Norden breit und tief, im Süden schmal und flach. Er liegt auf 1.721 m Höhe, umfasst 211–212 km² und erreicht 155 m Tiefe bei einer Sichttiefe von 7–8 m. Seine einzige Insel, Gushan, liegt in den südlichen Gewässern von Jiangchuan.
Um das Jahr 2000 herum fanden Taucher unter dem See versunkene Strukturen, die Hunderte von Jahren alt sind. Diese Entdeckungen deuten darauf hin, dass an diesem Ort einst eine menschliche Siedlung existierte.
Der Name des Sees wandelte sich im Lauf der Zeit: Texte der Tang-Zeit nannten ihn Dachi, später hieß er Qingyu Xiyue Hu, und in der Ming-Dynastie erhielt er den Namen Fuxian. Der endemische Karpfenfisch Kanggulang gilt als lokale Spezialität; der Jieyu-Stein im Yudai-Fluss soll die Grenze markieren, die die Fische des Xingyun-Sees von denen des Fuxian trennt.
Der beste Weg, um das See-Ufer zu erkunden, ist ein Auto zu mieten oder lokale Busse zu nutzen, die die verschiedenen Dörfer verbinden. Die meisten Besucher kommen zwischen Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und es weniger regnet.
1987 wurde am See der frühkambrische Arthropode Fuxianhuia entdeckt, der nach ihm benannt ist; das Fossil ist zentral für die Debatte um die frühe Evolution der Arthropoden. Der See gab auch dem Pilz Dyrithiopsis lakefuxianensis seinen Namen, der auf untergetauchtem Holz gefunden wurde.
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