Dzongsar-Kloster, Tibetisch-buddhistisches Kloster in Dêgê, China
Das Dzongsar-Kloster ist ein tibetisch-buddhistisches Kloster südöstlich von Dêgê, das sich über einen Berghang mit mehr als zwanzig Tempeln erstreckt. Das Gelände umfasst auch Unterrichtsräume für Studenten der tibetischen Medizin, Astrologie und Sprache sowie Wohnräume für über zweihundert ansässige Mönche.
Das Kloster wurde 746 von einem Bönpo-Lama gegründet und 1275 in eine Sakya-Einrichtung umgewandelt, nachdem Drogön Chögyal Phagpa aus China zurückgekehrt war. Diese Veränderung hat die religiöse Ausrichtung des Ortes dauerhaft geprägt.
Das Kloster beherbergt Texte aus acht Schulen des tibetischen Buddhismus, was es zu einem der wenigen Orte macht, an dem so viele Traditionen nebeneinander existieren. Besucher können dies an den unterschiedlichen Ritualen und Dekorationen in den einzelnen Tempeln erkennen.
Das Kloster liegt südöstlich von Dêgê und erfordert das Begehen von abschüssigem Gelände zwischen den Tempeln, daher sind feste Schuhe empfehlenswert. Der Standort liegt auf großer Höhe, daher sollten sich Besucher Zeit zum Akklimatisieren einplanen, bevor sie das Gelände erkunden.
Das Kloster stellt Räucherstäbchen aus Kräutern her, die in den umliegenden Hochlandgebieten gesammelt werden, und verknüpft so das wirtschaftliche Leben der Gemeinschaft mit ihrer natürlichen Umgebung. Diese Kräutersammlungen werden auch für die Ausbildung in traditioneller tibetischer Medizin genutzt, die am Kloster selbst gelehrt wird.
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