Shechen, Buddhistisches Kloster in Kham, Autonome Region Tibet
Shechen ist ein Klosterkomplex in der tibetischen Hochebene auf etwa 3.950 Metern Höhe, das sich über mehrere Hügel mit traditionellen roten Wänden und vergoldeten Dächern erstreckt. Die Anlage umfasst zahlreiche Gebetshallen, Unterkunftsgebäude und Studienräume, die in einer ausgedehnten Siedlungsstruktur angeordnet sind.
Das Kloster wurde 1695 vom Gelehrten Rabjam Tenpai Gyaltsen unter Anleitung des Fünften Dalai Lama gegründet und wuchs schnell zum Zentrum der Nyingma-Tradition heran. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte es sich zu einem großen institutionellen Netzwerk, das viele Tempel und Orte des tibetischen Hochlands verbundnete.
Das Kloster ist heute noch ein Ort, wo Mönche täglich buddhistische Texte studieren und traditionelle Künste wie rituellen Tanz pflegen. Man spürt diese Praxis überall im Gelände, in den Gebetsräumen und während der täglichen Aktivitäten der Gemeinschaft.
Die Zufahrt erfolgt üblicherweise über Busverbindungen von Garze nach Sershul, von dort benötigt man lokale Transportmittel zum Gelände hinauf. Besucher sollten sich auf große Höhe, dünnere Luft und oft kalte Temperaturen vorbereiten, selbst in den wärmeren Monaten.
Das Klostergefüge war einst mit etwa 160 Filialklöstern verbunden, die sich über das östliche Tibetische Hochland verbreiteten und eines der größten Netzwerke dieser Art bildeten. Diese Verbindung machte es zu einem der einflussreichsten buddhistischen Systeme der gesamten Region.
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